Nutzungsbedingungen des Dienstes WebDisk Next
Version: 1.1 · Gültig ab: 2026-08-24
Die polnische Fassung ist rechtlich verbindlich. Diese deutsche Übersetzung dient lediglich der Information.
Diese Nutzungsbedingungen (im Folgenden: „Next-Nutzungsbedingungen“) regeln die Bedingungen für die Erbringung des Dienstes WebDisk Next (im Folgenden: „Dienst“) und ergänzen die Allgemeinen Nutzungsbedingungen — WebDisk (im Folgenden: „Allgemeine Nutzungsbedingungen“). In Angelegenheiten, die in den Next-Nutzungsbedingungen nicht geregelt sind, gelten die Allgemeinen Nutzungsbedingungen. Im Falle eines Widerspruchs haben die Next-Nutzungsbedingungen Vorrang — mit Ausnahme von §12 (Bestimmungen für Verbraucher) und §13 (Reklamationen), die stets gelten.
Anbieter: Mazura sp. z o.o. mit Sitz in Ząbki, ul. Baśniowa 1C/2, 05-091 Ząbki, eingetragen im Unternehmerregister des polnischen Landesgerichtsregisters (Krajowy Rejestr Sądowy), geführt vom Amtsgericht für die Hauptstadt Warschau in Warschau, XIV. Wirtschaftsabteilung des KRS, unter der Nummer KRS 0000971559, NIP 1251732787, Inhaberin der Marke WebDisk (im Folgenden: „Wir“ / „WebDisk“ / „Anbieter“).
Kontakt: office@webdisk.io, Tel. +48 574 311 332, Korrespondenzadresse: ul. Baśniowa 1C/2, 05-091 Ząbki.
Kunde: eine natürliche Person, eine juristische Person oder eine Organisationseinheit ohne Rechtspersönlichkeit, die ein Abonnement des Dienstes erworben hat und für die eine Nextcloud-Instanz bereitgestellt wurde (im Folgenden: „Kunde“ / „Sie“).
1. Umfang des Dienstes
1.1. WebDisk Next ist ein Dienst für das verwaltete Hosting von Nextcloud-Instanzen: Im Rahmen des Abonnements stellen wir für den Kunden eine dedizierte virtuelle Maschine (VM) mit installierter und konfigurierter Nextcloud-Software bereit und betreiben sie; sie ist unter einer individuellen Subdomain innerhalb der Domain next.webdisk.io erreichbar.
1.2. Im Rahmen des Dienstes gewährleisten wir:
- die Bereitstellung und den Betrieb einer dedizierten virtuellen Maschine (Rechenressourcen, Arbeitsspeicher, Datenträger, Netzwerkanbindung),
- eine installierte und konfigurierte Nextcloud-Instanz einschließlich eines TLS-Zertifikats für die Subdomain,
- verwaltete Updates der Nextcloud-Software sowie des Betriebssystems der virtuellen Maschine (Abschnitt 3),
- Snapshots der Instanz gemäß den Parametern des Plans (Abschnitt 4),
- ein Kundenportal, das die Verwaltung des Lebenszyklus der Instanz ermöglicht,
- ein optionales Monitoring der Verfügbarkeit und Leistung der Instanz, das vom Kunden aktiviert wird.
1.3. Nextcloud ist Software Dritter. Der Anbieter erbringt einen verwalteten Hosting-Dienst und ist nicht der Hersteller der Nextcloud-Software. Die Funktionalität der Anwendung selbst (Zugriff über den Browser, Nextcloud-Client-Anwendungen, Freigaben, Kalender, Kontakte, Anwendungen aus dem Nextcloud App Store) wird durch die Software des Herstellers bereitgestellt – die Haftungsregeln bestimmt Abschnitt 3.
1.4. Die Parameter des Plans (Ressourcen der virtuellen Maschine, Speicherkapazität des Datenträgers, etwaige Limits), die Preise sowie die Häufigkeit und Aufbewahrungsdauer der Snapshots sind im Kundenportal und auf der Website next.webdisk.io angegeben. Die zum Zeitpunkt des Kaufs geltenden Parameter sind für den jeweiligen Abonnementzeitraum verbindlich.
2. Kundenkonto und Nextcloud-Benutzer
2.1. Das WebDisk-Konto dient der Verwaltung des Abonnements und des Lebenszyklus der Instanz: dem Kauf und der Änderung des Plans, dem Starten und Stoppen der Instanz, dem Zugriff auf das Kundenportal sowie der Abwicklung der Abrechnung. Das Konto entsteht beim Kauf des Abonnements.
2.2. Benutzer innerhalb der Nextcloud-Instanz. Endbenutzerkonten innerhalb der Instanz (z. B. für Mitarbeiter des Kunden) legt der Kunde selbstständig an, konfiguriert und löscht sie unter Verwendung der Nextcloud-Administrationsoberfläche. Der Anbieter ist gegenüber diesen Benutzern nicht Vertragspartei und verwaltet ihre Berechtigungen nicht; ihnen gegenüber tritt der Kunde als Verantwortlicher für personenbezogene Daten auf.
2.3. Der Kunde ist verantwortlich für die Vertraulichkeit der Zugangsdaten zum WebDisk-Konto und zur Administrationsoberfläche seiner Nextcloud-Instanz, für die ordnungsgemäße Anwendung der Multi-Faktor-Authentifizierung dort, wo sie bereitgestellt wird, sowie für das Anlegen von Konten und die Vergabe von Berechtigungen innerhalb von Nextcloud.
2.4. Der Kunde gibt Zugangsdaten nicht an unbefugte Personen weiter. Bei Verdacht auf eine Verletzung der Sicherheit des Kontos oder der Instanz ändert der Kunde unverzüglich die Passwörter und benachrichtigt den Anbieter unter security@webdisk.io oder über die Meldefunktion im Kundenportal.
3. Nextcloud-Software, Updates und Anwendungen
3.1. Software des Herstellers. Die Instanz basiert auf der Nextcloud-Software, die unter der AGPLv3-Lizenz bereitgestellt wird. Der Anbieter installiert und betreibt sie mit der gebotenen Sorgfalt, damit vom Hersteller unterstützte Versionen und Sicherheitsupdates eingesetzt werden. Der Anbieter haftet nicht für Mängel, Sicherheitslücken oder Funktionsänderungen, die der Hersteller der Software einführt.
3.2. Verwaltete Updates. Der Anbieter spielt Updates des Betriebssystems der virtuellen Maschine sowie der Nextcloud-Software ein, einschließlich automatischer Updates, die durch Paket-Update-Mechanismen ohne Mitwirkung des Personals des Anbieters ausgeführt werden. Ein Update kann mit einer kurzzeitigen Nichtverfügbarkeit der Instanz oder dem Wechsel von Nextcloud in den Wartungsmodus verbunden sein.
3.3. Updates auf Hauptversionen. Updates auf Hauptversionen von Nextcloud können die Benutzeroberfläche ändern, inkompatible Anwendungen deaktivieren oder deren Funktionsweise ändern sowie eine Datenmigration erfordern. Über geplante Updates auf Hauptversionen informieren wir im Voraus. Der Anbieter garantiert nicht, dass Anwendungen Dritter nach einem solchen Update weiterhin funktionieren.
3.4. Vom Kunden installierte Anwendungen. Sofern der Plan die Installation zusätzlicher Anwendungen aus dem Nextcloud App Store ermöglicht, installiert der Kunde diese auf eigene Verantwortung. Der Anbieter haftet nicht für die Funktion, die Sicherheit oder die Lizenzkonformität solcher Anwendungen und kann sie deaktivieren, wenn sie die Stabilität oder die Sicherheit der Instanz oder der Infrastruktur gefährden.
4. Lebenszyklus der Instanz und Snapshots
4.1. Bereitstellung. Nach Gutschrift der Zahlung stellen wir eine dedizierte virtuelle Maschine bereit und installieren die Nextcloud-Instanz. Der Status der Bereitstellung ist im Kundenportal sichtbar.
4.2. Änderung der Ressourcen. Der Kunde kann den Plan oder die Ressourcen der Instanz im Kundenportal ändern. Eine Änderung der Ressourcen kann einen Neustart der virtuellen Maschine und eine kurzzeitige Nichtverfügbarkeit der Instanz erfordern.
4.3. Migration. Der Anbieter kann die virtuelle Maschine des Kunden zu Wartungszwecken oder zum Lastausgleich zwischen Hosts der Infrastruktur verschieben, ohne den Umfang des Dienstes zu ändern. Geplante Migrationen kommunizieren wir nach den für planmäßige Wartungsarbeiten geltenden Regeln (Abschnitt 6).
4.4. Snapshots. Im Rahmen des Dienstes werden rotierende Snapshots der Instanz erstellt – mit der im Kundenportal angegebenen Häufigkeit und Aufbewahrungsdauer. Ein Snapshot stellt den Zustand der Instanz zum Zeitpunkt seiner Erstellung wieder her. Snapshots dienen der Wiederherstellung der Instanz nach einem Ausfall und stellen kein Backup der Daten des Kunden im Sinne eines gesonderten Archivierungsdienstes dar. Ein Dienst zur Erstellung von Backups außerhalb der Infrastruktur des Dienstes kann als Zusatzdienst eingeführt werden; bis zu seiner Bereitstellung gelten ausschließlich rotierende Snapshots.
4.5. Empfehlung eines eigenen Backups. Wir empfehlen, dass der Kunde ein eigenes Backup kritischer Daten außerhalb des Dienstes vorhält, gemäß der 3-2-1-Regel (drei Kopien, zwei Medien, eine außerhalb des primären Standorts). Die Nextcloud-Client-Anwendungen ermöglichen die Synchronisierung von Daten auf die Geräte des Kunden und können als eines der Medien eines solchen Backups dienen.
4.6. Subdomain. Die der Instanz zugewiesene Subdomain gilt für die Dauer des Abonnements und fällt nach dessen Ende in den Pool des Anbieters zurück.
5. Datenfreigabe und Haftung für Inhalte
5.1. Freigaben erfolgen innerhalb von Nextcloud. Die Freigabefunktionen (öffentliche Links, Freigaben zwischen Benutzern der Instanz, Passwortschutz, Ablaufdaten) sind Funktionen der Nextcloud-Software und werden vom Kunden innerhalb seiner Instanz konfiguriert. Der Anbieter erstellt diese Freigaben nicht und wirkt an ihnen nicht mit.
5.2. Haftung des Kunden für Inhalte. Der Kunde haftet für die über seine Instanz gespeicherten und freigegebenen Inhalte und verpflichtet sich, keine Inhalte freizugeben, die gegen das Recht oder Rechte Dritter verstoßen (Abschnitt 7). Der Anbieter überwacht die Inhalte in den Instanzen der Kunden nicht proaktiv.
5.3. Sperrung rechtswidriger Inhalte. Erhält der Anbieter eine glaubhafte Nachricht über den rechtswidrigen Charakter der vom Kunden gespeicherten Daten, kann er den Zugriff auf diese Daten unterbinden, nachdem er den Kunden zuvor über die beabsichtigte Sperrung benachrichtigt hat. Bei Erhalt einer amtlichen Mitteilung über den rechtswidrigen Charakter der Daten findet die Pflicht zur vorherigen Benachrichtigung des Kunden keine Anwendung. Ein Handeln gemäß dieser Ziffer befreit den Anbieter von der Haftung gegenüber dem Kunden.
6. Infrastruktur, Datenstandort und Verfügbarkeit
6.1. Datenstandort. Die virtuellen Maschinen der Kunden, ihre Datenträger und Snapshots werden auf der Infrastruktur des Anbieters betrieben, die sich auf dem Gebiet der Republik Polen (Europäische Union) befindet. Der Anbieter übermittelt diese Daten nicht in Länder außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums.
6.2. Redundanz. Die Infrastrukturschicht hält Hardware-Redundanz vor, einschließlich der Redundanz der Stromversorgung, der Netzwerkanbindung sowie der Speicherschicht für die Datenträger der virtuellen Maschinen. Die Redundanz ersetzt nicht das eigene Backup des Kunden (Ziffer 4.5).
6.3. Verfügbarkeit (SLA). Die Verfügbarkeitsparameter des Dienstes, die Regeln für die Meldung von Störungen, die planmäßigen Wartungsarbeiten sowie die Entschädigungen regelt das Dokument SLA-Bedingungen, das integraler Bestandteil des Vertrags ist. Insbesondere gilt:
- die garantierte Verfügbarkeit des Zugangs zu den Diensten über das Internet beträgt 99,95 % auf Jahresbasis,
- planmäßige Wartungsarbeiten werden mit einem Vorlauf von mindestens 12 Stunden angekündigt, finden zwischen 23:00 und 6:00 Uhr statt und dauern im Einzelfall nicht länger als 6 Stunden; in Situationen mit erhöhtem Ausfallrisiko kann der Anbieter Wartungsarbeiten unter Abweichung von diesen Bedingungen anordnen und informiert den Kunden in der kürzestmöglichen Zeit,
- bei Nichteinhaltung der Verfügbarkeitsparameter steht dem Kunden eine Entschädigung in Form einer Verlängerung des Abonnementzeitraums um 1 Monat nach 24 Stunden Nichtverfügbarkeit sowie für jede weitere angefangene 12 Stunden der Unterbrechung zu, die nach positiver Prüfung der Reklamation gewährt wird.
6.4. SLA-Ausschlüsse. Die Verfügbarkeitsparameter umfassen keine Nichtverfügbarkeit, die sich aus planmäßigen Wartungsarbeiten, höherer Gewalt, Ausfällen von Geräten, die nicht Teil der Infrastruktur des Anbieters sind, sowie aus der Konfiguration, der Software oder Handlungen des Kunden ergibt, einschließlich der vom Kunden in der Nextcloud-Instanz installierten Anwendungen. Die detaillierten Ausschlüsse regelt das Dokument SLA-Bedingungen.
7. Regeln für die zulässige Nutzung des Dienstes
7.1. Untersagt ist die Nutzung des Dienstes, einschließlich der Nextcloud-Instanz des Kunden, für:
a) die Speicherung, Freigabe oder Verarbeitung von Material, das den sexuellen Missbrauch von Kindern darstellt – jeden solchen Fall melden wir den zuständigen Behörden ohne vorherige Benachrichtigung des Kunden;
b) die Verletzung von Urheberrechten und verwandten Schutzrechten, einschließlich der Verbreitung illegal kopierter Werke, Software und anderer Warez-Inhalte;
c) die Verbreitung von Schadsoftware, von Software, die Daten zum Zweck der Lösegelderpressung verschlüsselt, von Exploits sowie von Werkzeugen für unbefugten Zugriff;
d) Phishing, Betrug, den Versand unverlangter kommerzieller Korrespondenz sowie Versuche des Identitätsdiebstahls;
e) die Verbreitung von Inhalten, die zu Hass oder Gewalt aufrufen, sowie von Inhalten terroristischer Art;
f) die Veröffentlichung personenbezogener Daten Dritter ohne Rechtsgrundlage;
g) die Verarbeitung von Daten, die besonderen regulatorischen Regimen unterliegen (insbesondere von medizinischen Daten, die US-amerikanischen Regelungen unterliegen, oder von vollständigen Zahlungskartennummern im Sinne des PCI-DSS-Standards), ohne vorherige schriftliche Vereinbarungen mit dem Anbieter;
h) die Nutzung der Ressourcen in übermäßiger oder mit dem Zweck des Dienstes unvereinbarer Weise, die anderen Kunden die Nutzung der Infrastruktur erschwert.
7.2. Verfahren bei Verdacht auf einen Verstoß. Wird ein Verstoß festgestellt – auf Grundlage einer Meldung, einer automatischen Erkennung oder einer behördlichen Mitteilung – kann der Anbieter den Zugriff auf bestimmte Inhalte unterbinden oder die Instanz sperren. Der Kunde erhält eine Benachrichtigung mit einer Beschreibung des Verstoßes und einer Frist zur Stellungnahme, die in der Regel 7 Tage beträgt. Bei Verstößen nach Ziffer 7.1 Buchstabe a erfolgt die Sperrung unverzüglich und ohne Vorankündigung, und der Fall wird an die zuständigen Behörden weitergeleitet.
7.3. Behördliche Ersuchen. Der Anbieter kommt rechtmäßigen Ersuchen von Trägern öffentlicher Gewalt nach. Über ein Ersuchen informieren wir den Kunden, sofern die Rechtsvorschriften dies zulassen.
8. Vertragsbeendigung und Löschung der Daten
8.1. Beendigung durch den Kunden. Der Kunde kann jederzeit:
- das Abonnement im Kundenportal kündigen – die Instanz läuft dann bis zum Ende des bezahlten Abonnementzeitraums weiter und geht anschließend in den Zustand der geplanten Löschung über,
- die unverzügliche Löschung der Instanz verlangen, ohne das Ende des Abonnementzeitraums abzuwarten.
8.2. Karenzfrist. Nach der Wahl der Löschung werden die Instanz und ihre Snapshots 30 Tage lang aufbewahrt; innerhalb dieses Zeitraums kann der Kunde seine Entscheidung rückgängig machen. Nach Ablauf dieses Zeitraums wird die virtuelle Maschine mitsamt allen Snapshots endgültig gelöscht.
8.3. Herunterladen der Daten vor der Löschung. Der Kunde kann seine Daten jederzeit direkt aus der Nextcloud-Instanz herunterladen, insbesondere unter Verwendung der Client-Anwendungen oder der in Nextcloud verfügbaren Exportfunktionen. Wir empfehlen, die Daten vor Ablauf der Karenzfrist herunterzuladen.
8.4. Aufbewahrung nach der Löschung. Nach der endgültigen Löschung der Instanz bewahren wir ausschließlich auf:
- das Protokoll der Infrastrukturoperationen ohne Daten aus dem Inneren der Instanz (Zeitstempel, Art der Operation, Status) – für 12 Monate, zu Sicherheitszwecken und zur Erfüllung behördlicher Ersuchen,
- die Buchhaltungsunterlagen (Rechnungen, Beträge, steuerliche Identifikationsdaten) – für den durch die Rechnungslegungs- und Steuervorschriften vorgeschriebenen Zeitraum, in der Regel 5 Jahre, gerechnet ab dem Ende des Geschäftsjahres.
8.5. Beendigung durch den Anbieter. Der Anbieter kann den Vertrag kündigen:
- mit sofortiger Wirkung – bei einem Verstoß gegen Abschnitt 7, unter Erhalt der Möglichkeit, die Daten 14 Tage lang herunterzuladen, sofern dem nicht ein behördliches Ersuchen entgegensteht,
- mit einer Frist von 30 Tagen – bei einem Zahlungsrückstand von mehr als 60 Tagen ab dem Fälligkeitstermin der ersten unbezahlten Rechnung,
- mit einer Frist von 90 Tagen – im Falle der Herausnahme des Dienstes aus dem Angebot.
9. Schutz personenbezogener Daten
9.1. Die Regeln für die Verarbeitung der personenbezogenen Daten des Kunden (Kontodaten, Abrechnungsdaten, technische Daten) regelt die Datenschutzerklärung WebDisk Next.
9.2. Die Regeln für die Auftragsverarbeitung der personenbezogenen Daten, die in der Nextcloud-Instanz des Kunden enthalten sind, regelt der Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV), der vom Kunden beim Kauf des Dienstes akzeptiert wird.
10. Auftragsverarbeiter
Bei der Erbringung des Dienstes setzt der Anbieter die folgenden Kategorien von Auftragsverarbeitern ein:
| Stelle | Zweck | Standort |
|---|---|---|
| Rechen- und Speicherinfrastruktur des Anbieters | Bereitstellung und Betrieb der virtuellen Maschinen, Speicherung der Datenträger und Snapshots | Polen (EU) |
| Stripe Payments Europe Ltd. | Abwicklung von Kartenzahlungen | Irland (EU); Übermittlung in die USA auf Grundlage von Standardvertragsklauseln möglich |
| Betreiber des E-Mail-Dienstes | Versand von Transaktionsnachrichten | EU |
Über Änderungen des Verzeichnisses der Auftragsverarbeiter informieren wir mit einem Vorlauf von 30 Tagen. Dem Kunden steht das Recht zu, einen begründeten Widerspruch nach den im Auftragsverarbeitungsvertrag festgelegten Regeln zu erheben.
11. Meldung von Sicherheitsvorfällen
11.1. Der Kunde informiert den Anbieter unverzüglich über eine Verletzung der Sicherheit seines Kontos oder seiner Instanz (insbesondere über eine Übernahme der Zugangsdaten oder der Nextcloud-Administrationsoberfläche) unter security@webdisk.io oder über die Meldefunktion im Kundenportal. Missbrauchsmeldungen zum Dienst nehmen wir unter abuse@webdisk.io entgegen.
11.2. Im Falle einer Verletzung des Schutzes personenbezogener Daten aufseiten des Anbieters benachrichtigen wir den Präsidenten des polnischen Amts für den Schutz personenbezogener Daten (UODO – die polnische Aufsichtsbehörde) innerhalb von 72 Stunden nach Feststellung der Verletzung, gemäß Art. 33 DSGVO, und die von der Verletzung betroffenen Kunden – unverzüglich, wenn die Verletzung ein hohes Risiko für ihre Rechte oder Freiheiten zur Folge haben kann (Art. 34 DSGVO).
12. Haftung
12.1. Der Anbieter erbringt den Dienst mit der gebotenen beruflichen Sorgfalt und haftet für Schäden, die durch Nichterfüllung oder nicht ordnungsgemäße Erfüllung des Vertrags verursacht werden.
12.2. Der Anbieter haftet nicht für:
- Mängel und Sicherheitslücken der Nextcloud-Software sowie der vom Kunden installierten Anwendungen (Abschnitt 3),
- Inhalte und Konfigurationen, die der Kunde in der Instanz eingebracht hat,
- die Folgen der Weitergabe von Zugangsdaten durch den Kunden an unbefugte Personen,
- Datenverluste, die darauf zurückzuführen sind, dass der Kunde trotz der Empfehlung aus Ziffer 4.5 kein eigenes Backup vorgehalten hat,
- Nichtverfügbarkeit, die sich aus den in Ziffer 6.4 genannten Umständen ergibt.
12.3. Die Schadensersatzhaftung des Anbieters umfasst den tatsächlichen Schaden unter Ausschluss entgangenen Gewinns und ist auf die Höhe der Abonnementgebühren begrenzt, die der Kunde in den 12 Monaten vor dem schadensauslösenden Ereignis entrichtet hat.
12.4. Die in den Ziffern 12.2 und 12.3 festgelegten Haftungsbeschränkungen gelten nicht für vorsätzlich verursachte Schäden und nicht in dem Umfang, in dem zwingende Rechtsvorschriften, insbesondere Vorschriften zum Verbraucherschutz, ihre Anwendung nicht zulassen.
13. Bestimmungen für Verbraucher
13.1. Die Bestimmungen dieses Abschnitts gelten für einen Kunden, der Verbraucher im Sinne von Art. 22¹ des polnischen Zivilgesetzbuchs ist, sowie – in dem in Art. 7aa des polnischen Gesetzes vom 30. Mai 2014 über Verbraucherrechte bezeichneten Umfang – für eine natürliche Person, die einen unmittelbar mit ihrer gewerblichen Tätigkeit verbundenen Vertrag abschließt, wenn sich aus dem Inhalt des Vertrags ergibt, dass er für diese Person keinen beruflichen Charakter hat. Im Falle eines Widerspruchs zu den übrigen Bestimmungen der Nutzungsbedingungen haben die Bestimmungen dieses Abschnitts Vorrang.
13.2. Widerrufsrecht. Ein Verbraucher, der einen Fernabsatzvertrag geschlossen hat, kann diesen innerhalb von 14 Tagen ohne Angabe von Gründen und ohne Tragung von Kosten widerrufen, vorbehaltlich Ziffer 13.4. Die Frist läuft ab dem Tag des Vertragsschlusses. Zur Wahrung der Frist genügt die Absendung der Erklärung vor deren Ablauf.
13.3. Art und Weise des Widerrufs. Die Widerrufserklärung kann in beliebiger Form abgegeben werden, insbesondere per E-Mail an office@webdisk.io oder schriftlich an die Adresse: Mazura sp. z o.o., ul. Baśniowa 1C/2, 05-091 Ząbki. Der Verbraucher kann das Muster-Widerrufsformular verwenden, das die Anlage Nr. 2 zum polnischen Gesetz über Verbraucherrechte bildet; dies ist jedoch nicht verpflichtend. Der Anbieter bestätigt unverzüglich den Eingang der Erklärung.
13.4. Erbringung des Dienstes vor Ablauf der Widerrufsfrist. Hat der Verbraucher verlangt, dass die Erbringung des Dienstes vor Ablauf der Widerrufsfrist beginnt, und anschließend den Vertrag widerrufen, so ist er zur Zahlung für die bis zum Zeitpunkt des Widerrufs erbrachten Leistungen verpflichtet – in einer Höhe, die dem Umfang der bis zu diesem Zeitpunkt erbrachten Leistung entspricht, unter Berücksichtigung des vereinbarten Preises. Das Widerrufsrecht besteht nicht, wenn der Anbieter den Dienst mit ausdrücklicher und vorheriger Zustimmung des Verbrauchers vollständig erbracht hat und der Verbraucher vor Beginn der Leistungserbringung über den Verlust des Widerrufsrechts informiert wurde und dies zur Kenntnis genommen hat.
13.5. Rückerstattung von Zahlungen. Im Falle des Widerrufs erstattet der Anbieter dem Verbraucher die erhaltenen Zahlungen – vorbehaltlich Ziffer 13.4 – unverzüglich, spätestens innerhalb von 14 Tagen ab dem Tag des Eingangs der Erklärung, unter Verwendung derselben Zahlungsart, es sei denn, der Verbraucher hat sich ausdrücklich mit einer anderen Art der Rückerstattung einverstanden erklärt, die für ihn mit keinen Kosten verbunden ist.
13.6. Vertragsmäßigkeit des Dienstes. Auf den Dienst, der eine digitale Dienstleistung im Sinne des polnischen Gesetzes über Verbraucherrechte darstellt, finden die Vorschriften des Kapitels 5b dieses Gesetzes über die Haftung des Unternehmers für die fehlende Vertragsmäßigkeit einer digitalen Dienstleistung Anwendung, einschließlich des Rechts zu verlangen, dass die Dienstleistung in einen vertragsgemäßen Zustand gebracht wird, sowie – in den im Gesetz bestimmten Fällen – des Rechts auf Preisminderung oder auf Rücktritt vom Vertrag.
13.7. Außergerichtliche Verfahren zur Streitbeilegung. Der Verbraucher kann außergerichtliche Verfahren zur Behandlung von Reklamationen und zur Geltendmachung von Ansprüchen in Anspruch nehmen; insbesondere kann er:
- sich an den Kreis- bzw. Stadtverbraucherbeauftragten (powiatowy/miejski rzecznik konsumentów) oder an eine gesellschaftliche Organisation wenden, zu deren satzungsmäßigen Aufgaben der Verbraucherschutz gehört,
- sich an den Woiwodschaftsinspektor der Handelsinspektion (Inspekcja Handlowa) mit dem Antrag wenden, ein Verfahren zur außergerichtlichen Streitbeilegung einzuleiten oder eine Mediation durchzuführen,
- sich an das ständige Schiedsgericht wenden, das beim Woiwodschaftsinspektor der Handelsinspektion tätig ist.
Informationen über die außergerichtliche Beilegung von Verbraucherstreitigkeiten sind auf der Website des polnischen Amts für Wettbewerbs- und Verbraucherschutz (UOKiK) verfügbar: uokik.gov.pl. Die Inanspruchnahme dieser Verfahren ist freiwillig und erfordert die Zustimmung beider Parteien.
14. Reklamationen
14.1. Bei Nichterfüllung oder nicht ordnungsgemäßer Erfüllung des Dienstes steht dem Kunden das Recht zu, eine Reklamation einzureichen.
14.2. Eine Reklamation kann eingereicht werden:
- per E-Mail an office@webdisk.io,
- schriftlich an die Adresse: Mazura sp. z o.o., ul. Baśniowa 1C/2, 05-091 Ząbki,
- über die Meldefunktion im Kundenportal.
14.3. Die Reklamation soll Angaben enthalten, die die Identifizierung des Kunden und die Kontaktaufnahme mit ihm ermöglichen, die Bezeichnung des beanstandeten Dienstes sowie eine Beschreibung der Umstände, die die Reklamation begründen.
14.4. Der Anbieter prüft die Reklamation und erteilt innerhalb von 14 Tagen ab dem Tag ihres Eingangs eine Antwort an die vom Kunden angegebene Adresse. Die Antwort enthält eine Begründung.
15. Schlussbestimmungen
15.1. Änderungen der Nutzungsbedingungen. Der Anbieter kann die Nutzungsbedingungen aus wichtigen Gründen ändern, insbesondere im Falle einer Änderung der Rechtsvorschriften, einer Änderung des Umfangs oder der Art der Erbringung des Dienstes oder einer Änderung der technischen Bedingungen. Über Änderungen informieren wir per E-Mail mit einem Vorlauf von 30 Tagen. Ein Kunde, der die Änderungen nicht akzeptiert, kann den Vertrag vor dem Tag des Inkrafttretens der Änderungen kündigen; bis zum Ende des bezahlten Abonnementzeitraums gilt für ihn der bisherige Wortlaut der Nutzungsbedingungen.
15.2. Sprachfassungen. Bei Abweichungen zwischen der polnischen Fassung der Nutzungsbedingungen und ihrer deutschen, ukrainischen oder englischen Übersetzung ist die polnische Fassung verbindlich.
15.3. Anwendbares Recht. Anwendbares Recht ist das polnische Recht. Die Wahl des polnischen Rechts entzieht dem Verbraucher nicht den Schutz, der sich aus zwingenden Rechtsvorschriften des Staates seines gewöhnlichen Aufenthalts ergibt.
15.4. Gerichtsstand. Streitigkeiten aus dem Vertrag entscheidet das ordentliche Gericht, das örtlich nach dem Sitz des Anbieters zuständig ist. Die Bestimmung des vorstehenden Satzes gilt nicht für einen Kunden, der Verbraucher ist – in diesem Fall bestimmt sich die gerichtliche Zuständigkeit nach den allgemeinen Vorschriften.
15.5. Unwirksamkeit von Bestimmungen. Sollte sich eine Bestimmung der Nutzungsbedingungen als unwirksam oder undurchsetzbar erweisen, behalten die übrigen Bestimmungen ihre Geltung.
15.6. Kontakt. Fragen zu den Nutzungsbedingungen: legal@webdisk.io. Angelegenheiten des Schutzes personenbezogener Daten: iod@webdisk.io. Technische Meldungen: support@webdisk.io. Reklamationen und sonstige Angelegenheiten: office@webdisk.io.
Mazura sp. z o.o. · WebDisk Next · Nutzungsbedingungen des Dienstes · Version 1.0 · gültig ab 2026-08-24